mOsi trifft – Katrin Kaspar

Hallo Katrin, für alle, die dich nicht kennen, stell dich doch bitte kurz vor. 
Hallo ihr Lieben, danke euch sehr für diese schöne Gelegenheit ein Interview mit euch und mich eurer Leserschaft vorzustellen!  
Ich bin Katrin Kaspar, ich mach so eine ganze Menge Sachen – Schauspiel, Gesang, Musikproduktion, und seit kurzem auch Regie!! Das ist eine ganze Menge, aber es macht mir einfach so viel Spaß, immer wieder aus anderen Quellen der Kunst zu schöpfen, die sich dann gegenseitig inspirieren und weiterbringen… 
der Weg ist das Ziel, das sag ich mir dann immer 😉 
Abgesehen davon find ich es auch wichtig, mich ehrenamtlich für etwas Gutes einzusetzen und bin Weltfriedensbotschafterin für Berlin und engagiere mich für Frauenrechte. 
Aufgewachsen bin ich, gebürtige Münchnerin und  Deutsch-Französin, in Frankfurt an der Oder, an der französischen Atlantikküste und Polen.  
Ich liebe Sprachen und Kulturen. Sport und Meditation sind mein Steckenpferd bei allem, was ich tue. 

Frühaufsteher oder Morgenmuffel? 
Frühaufsteher! Wobei früh aufstehen bei mir im Schnitt 7:30 Uhr bedeutet. (Es gibt ja viele, die deutlich früher aufstehen … ) Ich mag es einfach, den Tag so gut es geht zu nutzen und besonders im Sommer genieße ich, dass es so schön hell ist, wenn ich aufstehe. 

Kaffee oder Tee? Wie sieht die erste Stunde deines Tages aus?  
Kaffee!! Nach dem Aufstehen schlüpfe ich zuerst in meine Sportklamotten, damit ich auch ganz sicher nach meinem Kaffee mein morgendliches Sportprogramm durchziehe (ich gehe da oft sehr pädagogisch mit mir vor 😉 ) . Zum Kaffee höre ich entspannte Musik oder ein Video von einem meiner Lieblingsyoutuber – oft handelt es sich um Yoga-Lehrer, Abraham Hicks, Joe Dispenza oder Stéphanie Renaud  etwas, das mich positiv inspiriert —… dann geht es über zum Sport – ob Box-Workout oder Fitness, oder auch mal Yoga. Den Abschluss meines „heiligen“ Morgenprogramms bildet im besten Fall noch eine Meditation, um den Tag so ausgerichtet und frei wie möglich zu starten.  

Ist Theater und Musik schon von klein auf dein Berufswunsch und/oder gibt es einen Plan B? 
Theater und Musik! Ja, das hab ich schon immer geliebt. Und Film natürlich! Ich bin froh, dass ich es einfach durchgezogen habe und bereue es keine Sekunde. Inzwischen habe ich mich aber für mehrere Felder geöffnet und schaue, wie ich denn mit dem, was mir Spaß macht, auch wirklich in der Gesellschaft etwas Gutes und Wichtiges beitragen kann. So kam es dann auch, dass ich meine erste Regie durchgezogen habe oder mich mit Kunstprojekten für Weltfrieden – und die 17 nachhaltigen Ziele – einsetze.
Hier kam die Pandemie auch als großer Ruhepunkt in meinem künstlerischen Leben als sehr appellierend zu Gute – es gibt so viel zu tun! Die Menschenrechte, das Klima, Arbeitsbedingungen auf der Welt … ich mag einfach versuchen, so geht es geht, all dies unter einen Hut zu bekommen.

Für was schlägt dein Herz mehr, Musik oder Theater? 
Ich liebe beides sehr ! Es sind grundverschiedene Arten des Ausdrucks. Und um den Ausdruck geht es mir letztlich. Musik kann Dinge, die Theater nicht kann und umgekehrt. Film, als andere Form des Spiels ist nochmal anders doch genauso mit Leidenschaft erfüllt. Wie ihr seht, kann ich mich da nicht so festlegen. Ich genieße einfach den Moment, in dem ich tue, was ich liebe.  
Ihr bekommt noch eine B-Antwort, die vielleicht befriedigender sein mag: würde aber morgen die Welt untergehen und ich müsste mich zwischen Musik und Theater entscheiden, so fiele meine Wahl auf die LIVE Musik, da Musik nicht abhängig von der jeweiligen Landessprache ist um zu berühren ! 

Welche deiner bisherigen Rollen war eine besondere Herausforderung für dich und warum?  
Stellt euch vor, ihr steht auf der Bühne und erzählt einen Mord. Und vor euren Augen sitzt der Sohn des Ermordeten. Das habe ich erlebt in einer meiner intensivsten Arbeiten mit Sapir Heller – das Stück hieß „Auch Deutsche unter den Opfern“ und handelt vom NSU-Terror. Die Herausforderung bestand darin, sich mit einem aktuell politischen und absolut schockierendem Thema zu beschäftigen, es ernst zu nehmen, aber auch den humorvollen Ansatz in der Inszenierung glaubwürdig und erfrischend rüber zu bringen. Außerdem haben wir in Zusammenarbeit mit der Georg von Vollmar-Akademie eine Tour mit politischen Diskussionen gemacht, bei denen Angehörige der NSU-Opfer beteiligt waren sowie Wissenschaftler, Journalisten und Politiker. 

Mit wem würdest du gerne mal zusammenarbeiten? 
Auf der Bühne ist das Wojtek Klemm, Rene Pollesch und Martin Laberenz. 

Im Film sind es: Pawel Pawlikowski, Paolo Sorrentino, Christopher Nolan, Anne Fontaine, Sophia Coppola, Francois Ozon, Quentin Dupieux, Ivann Demange , Paxton Winters, Alfonso Cuaron, Volker Schlöndorff, Fatih Akin, Wim Wenders, Tom Shadyac, und bitte bitte nochmal mit Andreas Dresen!!!  

Gibt es eine Lieblingsrolle die du gerne mal spielen möchtest? 
Auf der Bühne wollte ich schon immer mal die Célimène von Molière’s „Menschenfeind“ verkörpern. 

Aktuell bist du ja in einem Ton, Steine, Scherben Theatermusik Projekt. Was können wir uns darunter vorstellen und wann gibt es das zu sehen?  
Am 13.August wird es die erste Vorstellung in Berlin geben, dann am 20. 8. zum 25. Todestag von Rio Reiser. Im September folgen weitere und im nächsten Jahr werden wir an verschiedenen Theatern damit auftreten. Vielleicht ja auch bei euch in Passau?!!! 

Ein ganz anderes Projekt von dir mit keiner „leichten Kost“ – du bist auch Regisseurin für einen Dokumentarfilm über Abtreibungsverbote in Polen. Wie kam es zu diesem „Auftrag“ und wo und wann wird der Film gezeigt?  
Aus einem Wochenendtrip nach Polen zu meiner Austauschfamilie wurden unerwartet 3 Monate, da mich die Proteste der Frauen gegen die neuen Abtreibungsverbote in Polen so bewegt haben. Schließlich, nachdem ich schon mehrere Interviews mit Teilnehmern geführt hatte, entschied ich, einen Dokumentarfilm zu machen. Wir hatten auch schon einige großartige Drehtage und ich kann es kaum erwarten, bald wieder weiterzudrehen. Die aktuelle politische Situation macht das Ganze natürlich sehr aktuell und spannend.  

Zur welcher Zeit bist du am kreativsten? 
Morgens nach dem meditieren oder Klavier spielen und spät am Abend. 

Welche Musik hörst du wenn du unterwegs bist? 
Momentan eine Club-Playlist! Ich vermisse das Weggehen und tanzen in Clubs. Deswegen Electro, House and Dance!  

Dein „Song of your Live“  
Mega Frage. Was würdet ihr denn dazu antworten?  Wahrscheinlich beantworte ich diese Frage jeden Tag unterschiedlich. Jetzt würde ich sagen: Imagine, von John Lennon. Morgen wäre es vielleicht „Music was my first love“ von Elton John und übermorgen „World, hold on“ von Bob Sinclair. 

Ergänze folgende Sätze:
Social Media ist für mich 
… eine oft sehr unterhaltsame Ablenkung und wichtig für meinen Beruf.  
Mein kleiner Beitrag zum Klimaschutz ist … so viel es geht, mit dem Zug zu fahren und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Außerdem sammle ich wenn es geht, Müll auf, den ich im park sehe. Letztens habe ich mit einer Jugendgruppe einen ganzen Park von Müll befreit. Das hat richtig gut getan. Besonders stolz bin ich auf mein Sprachtalent. 
Heimat ist …wo mein Herz ist. 

Mit diesen drei Worten würden mich meine Freunde beschreiben:  
lustig, mutig und warmherzig. 

Wie entspannst du am liebsten?  
Indem ich mir alle Zeit der Welt lasse und Sport mache, meditiere, spazieren gehe und musiziere. 

Gibt es etwas, was du dir in letzter Zeit gegönnt hast?  
Ich war drei Tage bei meiner Familie in Polen zum Entspannen und Zeit mit der Familie zu verbringen, gut und viel zu essen und das EM-Spiel Polen gegen Slowakei zu sehen.  

Womit kann man dich kulinarisch glücklich machen? 
Mit leckeren vegetarischen Gerichten, persisches Essen mag ich sehr, aber nichts geht über die französische Küche meiner Familie! Und das Wichtigste: ein gutes Gespräch zum Essen! 

Was schiebst du immer wieder auf? 
Ähm … die liebe Steuererklärung vermisst mich ein wenig. Ich arbeite noch an dieser On-Off Beziehung – Ziel wäre es, da eine stabile Ehe draus zu machen 😉

Welche Frage wird dir selten oder nie gestellt, die du aber gerne mal beantworten möchtest?  
Was ich mir für die Menschheit wünsche? Dass wir uns selbst und alle mit Liebe und Akzeptanz aus ganzem Herzen begegnen. Ich glaube, dann ist der Weltfriede erreicht! Das meine ich wirklich so 🙂 !

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