mOsi trifft – Oliver Scheffel

Frühaufsteher oder Morgenmuffel?
Wenn ich viel geschlafen habe, stehe ich auch gern früh auf 🙂 

Kaffee oder Tee? 
Kaffee.

Wie bist du zu dem gekommen, was du heute machst? 
Ich habe 2002 tatsächlich die „Gelben Seiten“ (das gedruckte Buch) in die Hand genommen, nach Schauspielschulen gesucht und dann dort angerufen.

Stell uns doch bitte kurz die Meilensteine in deiner beruflichen Laufbahn vor? 
2002 – 2006 Schauspielausbildung, 
2007 – 2009 Festengagement am Theater, 
2009 Entscheidung freiberuflich zu arbeiten, 
2009 Karriere als Filmschauspieler begonnen, 2010 erste Aufträge als Sprecher.

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Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich gewünscht? 
Mit Physikleistungskurs im Abitur hatten meine Eltern wohl Schauspiel nicht als Hauptberuf erwartet, aber für sie gab es konkret keinen anderen Berufswunsch für mich. 

Du bist nicht „nur“ Schauspieler, sondern auch noch Sprecher, Synchronsprecher und im Theater tätig. Woran hängt dein Herz am meisten?
Das hing immer vom jeweiligen Zeitpunkt ab und war und ist dann das, was mir am Herzen liegt. Aktuell ist es die Arbeit vor dem Mikrofon und vor der Kamera.

Wie schwer ist es an gute Angebote zu kommen?
Ich finde, dass vor allem die Menschen zusammenpassen müssen. Wenn dann der andere von einem weiß und die Zusammenarbeit auch für das anstehende Projekt richtig ist, klappt es meistens.

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Wie läuft ein Casting für ein TV-Rolle ab? 
In Deutschland wird für TV-Rollen nur noch sehr selten gecastet. Die meisten Rollen werden hier per Showreel besetzt. Ansonsten ein bis drei Ausschnitte aus Szenen vorbereiten und vorspielen. In der Regel mit Spielpartner vor Ort. Oder zu Hause als sogenanntes E-Casting.

Du lebst ja in der Filmstadt München, ist es ein Vorteil oder ein Nachteil bayerisch zu sprechen? 
Ein Vorteil. Es erweitert meine Bandbreite als Schauspieler. Und da ich im Bayerischen wie im perfekten Hochdeutschen gleichermaßen zu Hause bin, kann ich auch beides guten Gewissens anbieten.


Da wir gerade beim Thema Bayern sind, du spielst die Hauptrolle in dem niederbayerischen Film „Restguthaben – Zeit, die einem bleibt“, der jetzt aktuell mit großem Erfolg in den Autokinos aufgeführt wird und bald auch generell im Kino anläuft. Wie kam es zu deiner Mitwirkung an dieser Produktion?
Hubert Denk, Mike Werner, Benjamin Strobel, Dominik Dodi Renner und ich haben vor vielen Jahren bereits bei einem anderen Projekt zusammengearbeitet. Damals beschlossen wir, diese Zusammenarbeit in einem neuen großen Projekt fortzuführen.
Und mit Thomas Gottschall als Co-Produzent und vielen weiteren Unterstützern konnte „Restguthaben“ umgesetzt werden.

Wie ist es für dich einen Film im bayerischen Dialekt zu drehen?
Scho schee!

Wegen der Coronabeschränkungen läuft der Film momentan nur im Autokino, warst du selber schon mal in einem Autokino?
Ja. 2001 im Autokino Aschheim bei München in meinem Opel Ascona in „The Fast and the Furious“.

Wie viel von Oliver Scheffel steckt in der Hauptrolle des Fritz Unrecht?
In jeder Rolle steckt etwas von mir selbst. Beim Fritz teile ich es, den Antrieb zu haben, viel (oder auch zu viel) zu arbeiten und gleichzeitig die Stille in der Natur zu genießen. Auch die zweifelnde Melancholie kenne ich.

Bei welchen Produktionen würdest du gerne mal mitmachen?
Da es sich bisher noch nicht ergeben hat, bei einem Tatort.

Gibt es einen Lieblingsschauspieler(in), mit dem du gerne mal gemeinsam drehen möchtest? 
Axel Prahl.

Bist du ein Streaming-Fan? 
Ja, auch wenn ich niemals auf den Kinobesuch verzichten würde. 

Welche Serie hat dich begeistert? 
Haus des Geldes.

Bei was bleibst du im TV beim Durchzappen hängen? 
Ich zappe nicht.

Wir führen das Interview in Zeiten von Corona. Dein Lieblingsort während der Corona-Krise? 
Auf der Sonnenliege auf dem Balkon.

Was hat sich an deinem Tagesablauf während #Socialdistance verändert? 
Zweieinhalb Monate ohne Kinderbetreuung mit einer Eineinhalbjährigen war die größte Herausforderung. Ansonsten fehlen mir die Umarmungen und sich die Hand zu geben.

Dein persönlicher Zeitvertreib-Tipp zu #stayathome? 
Videokonferenzen mit Freunden aus anderen Städten.

Einige Beschränkungen wurden ja bereits gelockert, was hast du schon wieder unternommen? 
Mit der Tochter Zeit auf dem Spielplatz verbracht.

Was fehlt dir aktuell noch am meisten?
Die Schwimmbäder.

Welche Musik hörst du hauptsächlich?
Charts, Klassik und Jazz.

Ist Social Media für dich eher Fluch oder Segen? 
Eher Segen. Ich bekomme zum Beispiel etwas von Freunden mit, die ich sehr selten sehe. Auch um Followern etwas über meine aktuellen Projekte mitzuteilen, ist es eine tolle Möglichkeit.

Auf was bist du besonders stolz? 
Dass ich nicht auf die vielen Menschen gehört habe, die mir immer wieder davon abgeraten haben, den Beruf des Schauspielers zu ergreifen.

Gibt es etwas, was du dir in letzter Zeit gegönnt hast?
Einen Heimtrainer. Mit den geschlossenen Fitnessstudios senkte sich die Quote meines Workouts von dreimal die Woche auf quasi null. Jetzt starte ich wieder durch.

Für was gibst du gerne Geld aus?
Technik.

Dein kleiner Beitrag zum Klimaschutz bzw. verzichtest du der Umwelt zuliebe auf etwas?
Viele meiner Arbeitswege lege ich mit meinem E-Bike statt mit dem Auto zurück. Mittlerweile schon mehr als 5.000 Kilometer.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben?
Das darfst du sie gerne direkt fragen.

Gibt es etwas, was du gar nicht kannst, aber gerne können würdest? 
Die Welt mal aus dem Orbit betrachten.

Was schiebst du immer wieder auf? 
Dinge auszusortieren.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?
Gesund bleiben.

Hast du ein Lebenszitat? 
Lebe im Moment.

Welche Frage wird dir selten oder nie gestellt, die du aber gerne mal beantworten möchtest? 
Diese Frage gebe ich dir zum Grübeln zurück 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf DerKultur.blog

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